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24.September 2022 // Sicherheit im Kanusport geht uns alle an

Wenn auch statistisch selten, gibt es leider immer wieder tragische Anlässe, die uns Paddler zweifeln lassen, ob wir für unsere Touren alles richtig vorbereiten und uns auf Flüssen und Seen angemessen verhalten.

Der WSV Brühl konnte in den vergangenen zwei Jahren erfreulicher Weise einen enormen Zuwachs an aktiven Wassersportlern verzeichnen. Darunter viele Neueinsteiger. Das Sicherheitsseminar am 24. September 2022, am Bootshaus des WSV Brühl, war darum notwendig und gleichzeitig Anziehungspunkt für 40 Teilnehmer aus Nah und Fern.

Ausgeschrieben vom Kanu-Verband Baden-Württemberg, konnte der WSV Brühl Gerhard Maier als Seminarleiter, sowie Jürgen Ludwig und Svenja Krahn, alle vom Kanukreis Mannheim, als Referenten begrüßen. Ebenso Florian Erfurth von der Wasserschutzpolizei Mannheim. Das Seminar war in mehreren Blöcken gegliedert. Beginnend mit den Grundregeln zur Befahrung der Bundeswasserstraßen (v.a. Rhein, Neckar, Hafen) startete Jürgen Ludwig seinen Vortrag. Wie plant man eine Tour richtig, darf man überall paddeln, welche elektronische Möglichkeiten für eine Tourenplanung gibt es und wie benutzt man diese? Hier blieb keine Frage offen.

Aus Sicht der WSP verdeutlichte Florian Erfurth die Konsequenzen eines Fehlverhaltens bei der Ausübung des Wassersports und deren Vermeidung. Gegenseitige Rücksicht und Verständnis beim Zusammentreffen auf dem Wasser mit Seglern, Motorbooten und Lastkähnen ist unumgänglich für den eigenen Schutz oder der Vermeidung einer Gefahr anderer. Wie schnell man in eine brenzliche Situation kommen kann zeigte er anhand eines kurzen Demofilms. Die Beschriftung der Boote mit Name und Anschrift ist Pflicht. Sollte ein unbemanntes Boot aufgefunden werden, würde dies einen Großalarm nach sich ziehen, da man von einem Unfall ausgehe. Niemand kann dann wissen, ob das Boot nicht richtig festgebunden war, oder ob eine Kenterung vorliegt.

Svenja Krahn setzte im Anschluss genau hier an: beim Retten und Bergen. Mit deutlichen Worten unterstrich sie die Notwendigkeit, ein richtiges Verhalten bei einem Notfall zu lernen und auch anzuwenden. Niemand möchte kentern, noch dazu auf dem Rhein. Wenn man die notwendigen Maßnahmen jedoch verinnerlicht hat, kann man nicht nur sich, sondern auch anderen helfen. Nach der Theorie folgten praktische Übungen zum Wiedereinstieg ins Boot nach einer Kenterung, sowie Bergung eines Gekenterten. Zum Thema Erste Hilfe machte sie sehr deutlich, wie wichtig Hilfe ist und dass jeder diese Erste Hilfe leisten kann.

Mit Booten und Material kennt sich Gerhard Maier bestens aus. Überlegungen beim Bootskauf, passendes Equipment und das richtige Verladen von Booten auf Auto und Anhänger konnte er bestens vermitteln. Hinzu kamen praktische Übungen zum Umgang mit Spanngurten, Ladehilfen und Sicherungsmaßnahmen.

Am Ende des Seminars waren nicht nur die Neulinge, sondern auch die alten Hasen sichtlich beeindruckt. Man hätte bestimmt noch einige Stunden weiter machen können, denn die Themen zur Sicherheit auf dem Wasser sind unendlich. Mit dem Wissen, dass Ehrgeiz und Können niemals gleich zu setzen ist, mit Umsicht und Sachverstand, bedankten sich alle Teilnehmer herzlich bei den Referenten.

 

09. bis 11. September 2022 // Kids und Family am Neckar

Zu einem Outdoor Wochenende reisten, vom 09.-11. September 2022, Eltern und Kinder der Jugendabteilung des WSV Brühl an den Neckar bei Neckargerach. Der Jugendwart Markus Brandt und die Kinderschutzbeauftrage Melanie Kupka hatten sich zum Projekt Kids und Nature ein abwechslungsreiches Programm speziell für Kinder ausgedacht.

Die Suche nach einem geeigneten Campingplatz erwies sich jedoch in diesem Jahr sehr schwierig. Der lange, trockene und heiße Sommer hatte den Wasserstand vieler Seen und Flüsse sinken lassen und an ihre Grenzen gebracht. Teilweise wurde auch ein Fahrverbot auf den Gewässern ausgesprochen, um die Uferzonen und die Tierwelt zu schützen. Da der Neckar jedoch an vielen Stellen durch Schleusen aufgestaut wird, gab es hinsichtlich des Wasserstands und der Paddelerlaubnis keine Probleme mit der Durchführung. Der Campingplatz „ODENWALD river camp“ erwies sich als vortreffliche Wahl, um die Zelte, bzw. die Tipis aufzustellen. Mit seiner direkten Lage am Neckarufer ist er außerdem idealer Ausgangspunkt für Paddeltouren.

Am ersten Tag waren alle beschäftigt, ihre Zelte und Tipis aufzubauen. Viele Kinder hatten noch nie zuvor in einem Tipi geschlafen. Das Tipi ist das ursprüngliche Zelt der nordamerikanischen Dakota-Indianer, welche im Einklang der Natur lebten und wie die Indianer wurde auch im Freien das Essen zubereitet und gegessen. Dazu gab es ein Programm mit lustigen Spielen für alle Kinder. Abends wurde die Feuerschale aufgestellt und Jugendwart Markus brachte seine Gitarre zum Klingen. Manchmal sah man eine Fledermaus vorbeihuschen oder man konnte einen Kauz bei seinen nächtlichen Rufen hören. Vielleicht lag es auch am Vollmond, dass es für alle ein sehr stimmungsvoller Abend wurde.

Am nächsten Tag wurde gepaddelt. 3 Kanadier wurden zu Wasser gelassen und schnell waren die jeweiligen Gruppen eingeteilt. Eine gute Mischung aus Kindern und erfahrenen Paddlern besetzten die Boote und los ging es Richtung Binau am Neckar. Viele Eisvögel, Nilgänse, Kormorane und andere Wasservögel gab es zu sehen. Die Guttenbach-Schleuse war bereits nach einigen Kilometern erreicht. Hier hieß es aussteigen und die Boote auf den auf Schienen rollenden Bootswagen zu laden. Ein Kraftakt für alle, zumal der ohnehin schon schwere stählerne Bootswagen noch mehrere hundert Meter zur Umsteigestelle gezogen werden musste. Da mussten alle zusammen schieben helfen. Wieder im Kanadier, ging es weiter Richtung Binau. Mit Blick auf die Wettervorhersage war Eile angesagt. Eine Regenfront zog heran. Also wurde der Rückweg etwas früher angetreten, worüber so manch „Neupaddler“ insgeheim doch ganz froh war. Mit dem Stechpaddel mehrere Stunden einen Kanadier vorwärts zu bewegen kostet Kraft und Ausdauer und vielleicht auch die eine oder andere Blase an der Hand.

Zurück am Campingplatz mussten die Boote geputzt und die Ausrüstung versorgt werden. Dazu setzte auch pünktlich der Regen ein. Kein Problem, wenn man trockene Sachen und ein gemütliches Mannschaftszelt dabei hat. Nach der Paddeltour und dem gemeinsamen Grillen waren die Kinder müde und kuschelten sich bald in ihre Schlafsäcke. Dank der Förderung durch den Rotary Club Schwetzingen-Kurpfalz e.V. konnte der WSV Brühl Tipis und Ausrüstung anschaffen und den Kindern ein bleibendes Erlebnis bieten. Mit dem Projekt "Kids and Nature" hat sich der WSV Brühl einen großen Wunsch erfüllt, nämlich Kindern das Interesse an der Natur wieder näher zu bringen.

 

15. Juni 2022 // Vereinsfahrt nach Bamberg

Bei hochsommerlichen Temperaturen zog der WSV Brühl, in der Zeit vom 15.-19. Juni, mit 20 Paddlern Richtung Bayern. Der Faltbootclub Bamberg erwies sich wieder einmal als idealer Ausgangspunkt für zum Teil spektakuläre Kajaktouren.

Tag Eins begann mit der schönen Bamberger Runde. Ein Rundkurs, ab dem FBC – Campingplatz. Da die Strecke relativ kurz ist, wurde ein gemütliches Tempo gefahren. Das änderte sich allerdings, als man zur Bamberger Fischtreppe gelangte.

Die Bamberger Fischtreppe entstand 2012 zur Landesgartenschau und dient zur Renaturierung der Regnitz. Mit einer Länge von 1,2 km und einem Höhenunterschied von 4m, eine Herausforderung für geübte Paddler. Man paddelt über Serpentinen in die jeweiligen Becken, wobei die engen Kurven und die Strömung ein präzises Einfahren verlangen. Am Ende der Strecke wartet eine Sohlschwelle und man befindet sich wieder im Hauptfluss unweit des historischen Rathauses von Bamberg.

Alternativ wurde auch eine ruhigere Strecke, mit umtragen der Boote angeboten. Die Fahrt ging danach durch die Altstadt von Bamberg. Am sehenswerten Rathaus befand sich die anspruchsvolle Slalomstrecke des FBC-Bamberg, die einige Paddler gerne ausprobierten. Die Tour ging im Anschluss an dem sog. „Klein Venedig“ vorbei. Hübsche Häuschen aus dem 17. Jahrhundert, mit liebevollem Blumenschmuck machten Lust zum Schauen und Fotografieren, bevor bald darauf wieder der Campingplatz erreicht wurde.

Der darauffolgende Paddeltag versprach für alle sportlich zu werden. Die WSV Karavane zog an die Wiesent. Der schmale Nebenfluß der Regnitz, durchfließt mit vielen Schwällen, eines der schönsten Täler der Fränkischen Schweiz. Der quirlige Bach darf nur in Fließrichtung gepaddelt werden und auch nur von Mai bis September, in der Zeit von 9-17 Uhr. Auf die Paddler warteten zum Teil schwierige Aus- und Einstiege und es zeigte sich wieder mehr, wie wichtig gute Kameradschaft ist. Dank der gegenseitigen Hilfe ging es flott voran. Auf der Rückfahrt waren alle ziemlich k.o., was auch der Hitze geschuldet war.

Aufgrund des niedrigen Wasserstandes konnte am letzten Tag der Main nicht gepaddelt werden. Alternativ wurden alle Boote nach Hirschaid, im oberfränkischen Landkreis Bamberg, gebracht. Der Einstieg war abenteuerlich, aber machbar. Insgesamt 9 Sohlschwälle warteten auf die Paddler. Nicht ganz einfach, da der Wasserstand gerade noch so zum Drüberfahren ausreichte. Die Paddeltour folgte der Regnitz bis Endstation Campingplatz Bamberg. In Bamberg hatte jeder noch einmal die Gelegenheit auf der Fischtreppe an seiner Kurventechnik zu arbeiten.

Trotz der Temperaturen von bis zu 35° waren alle Paddler begeistert von der Vereinsfahrt. Wurde man doch mit einer herrlichen Landschaft und anspruchsvollen Paddelsport belohnt. Unser neuer Wanderwart, Andreas Krupp, hat seinen Einstand mit Bravour gemeistert. Wir freuen uns einen so engagierten Sportler für dieses Amt gewonnen zu haben. (VF)

 

22. April 2022 // Generalversammlung

1. Vorsitzender Roland Schäfer begrüßte alle Mitgliederinnen und Mitglieder zur Generalversamm-lung, die in der Festhalle Brühl stattfand.

Rückblickend auf das vergangene Jahr sei man gut durch die Pandemie gekommen, auch wenn das Vereinsleben sehr eingeschränkt war. Jetzt heißt es positiv nach vorne zu schauen. So geht die Vorstandschaft fest davon aus, dass das Sommerfest am 25. und 26. Juni stattfinden kann. Erste Vorbereitungen wurden bereits getroffen. Die Einnahmen aus dem Sommerfest könnten gut gebraucht werden für die anstehenden Investitionen in und am Bootshaus. Wie zum Beispiel die Renovierung des Garagenbereiches und den Austausch von in die Jahre gekommenen Elektrogeräten.

Um auch den neuen Schnuppermitgliedern die Möglichkeit zu bieten, verschiedene Bootsmodelle auszuprobieren, wird ein neues, schnelles Zweierkajak angeschafft.

Roland Schäfer lobte, dass die Betreuung von neuen unerfahrenen Schnuppermitgliedern gut funktionieren würde - vom ersten Kennenlernen, der ersten Ausfahrt, bis hin zur Integration der neuen Mitglieder in den Verein. Dies ist nur durch die engagierten und hilfsbereiten Mitglieder des WSV möglich.

Kassiererin Christl Fritz gab Informationen über den Vermögenshaushalt des Vereins. Der Verein steht finanziell auf sehr guten Füßen. Dies ist u.a. auch Zuschüssen sowie Spenden zu verdanken aber auch, weil gut gewirtschaftet wurde.

Wanderwart Andreas Krupp berichtete von den sportlichen Aktivitäten des Vereins. In der Saison 2020/2021 wurden 25.925 km gepaddelt. Aufgrund von Corona konnten nur wenige Fahrten stattfinden. Trotzdem kam der WSV Brühl mit dieser Jahresleistung beim Vereinswettbewerb des Kanuverbandes Baden Württemberg auf den sehr erfolgreichen 2. Platz und konnte sich um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr verbessern.

Kinderschutzbeauftragte Melanie Kupka vertrat Jugendwart Markus Brand, der nicht anwesend sein konnte. In 2021 hatte das Ferienprogramm stattgefunden, das sich immer großer Beliebtheit erfreut. Im letzten Jahr fand zum ersten Mal ein Event zu Halloween statt. Dank vieler Helfer wurde das Bootshausgelände gruslig geschmückt und Statisten auf und am Wasser platziert. So wurden die Kinder und Erwachsenen auf einer Kanufahrt auf dem Altrhein erschreckt. Es ist geplant diese Veranstaltung zu wiederholen. Im Sommer hatte ein Kentertraining am Bootshaus stattgefunden, das auch in diesem Jahr wiederholt werden soll. Vom 9. bis 11.09. soll es erstmals eine Fahrt an den Edersee geben, die vorwiegend für Familien aber auch für interessierte Erwachsene Mitglieder geplant ist. Es wird dort ein Kind- und Jugendgerechtes Programm geben.

Frauenwartin und 2. Vorsitzende Gudrun Gredel berichtete über die geselligen Aktivitäten der Frauen des Vereins, von denen in 2021 nur vier Treffen stattfinden konnten. Auch der Adventskaffee musste leider abgesagt werden.

Hallenwart Kurt Ding zeigte sich erfreut über die große Teilnehmerzahl an den Arbeitseinsätzen. Bei den zwei Terminen in diesem Jahr waren jeweils über 40 Helfer vor Ort. So können die anfallenden Arbeiten immer schnell erledigt werden. Kassenprüfer Bernd Kieser berichtete über die Kassenprüfung von 2021 und bescheinigte Kassiererin Christl Fritz ein übersichtlich geführtes, mustergültiges Kassenbuch, zu welchem es keine Beanstandungen und Fehler gebe.

Die Durchführung der Entlastung der Vorstandschaft erfolgte durch den ehemaligen 1. Vorsitzenden und Ehrenmitglied Heinz Spies. Er trug vor, wieviele Stärken der WSV Brühl hat:

1. Die Finanzen: der Verein steht finanziell sehr gut da. Das aufgrund der guten Kassiererin und den anderen Vorständen. So können Investitionen vorgenommen werden.

2. Der Sport: Der Verein hat in Baden-Württemberg den 2. Platz erreicht. Er ist mit Wanderfahrten, Wildwasser und SUP breit aufgestellt. Es gibt viele Frauen, Männer und auch Jugendliche, die Paddeln.

3. Das gute Klima im Verein: Der Zusammenhalt unter den Mitgliedern ist sehr gut - wie eine große WSV Familie. Die Entlastung erfolgt einstimmig durch die Anwesenden.

Ehrungen: Jahreswertung 2020:

Frauen: 1. Platz: Rosemarie Weber (2.222 km), die meisten Kilometer des Vereins 2. Platz: Gabriele Joly (1.132 km) 3. Platz: Melanie Kupka (745 km)

Männer: 1. Platz: Kurt Weber (2.181 km) 2. Platz: Friedbert Weber (1.459 km) 3. Platz: Kurt Ding (1.151 km)

Sportlerehrungen:

Gold 5: Kurt Weber Gold: Gabriele Joly, Kurt Ding Bronze Ersterwerb: Helmut Oelschläger, Thorsten Blau Bronze Ersterwerb (2019): Jochen Reifenberg Jugendabzeichen in Bronze (2019): Sascha Hawlisch

Ehrungen von Kanu BW für langjähriges, ehrenamtliches Engangement im Verein:

Gudrun Gredel, Christl Fritz

Ehrungen für lange Mitgliedschaft im Verein 2021:

25 Jahre Mitgliedschaft, die Ehrennadel in Silber: Herbert Montag 40 Jahre Mitgliedschaft, die Ehrennadel in Gold: Horst Fröhlich 50 Jahre Mitgliedschaft und Ernennung zum Ehrenmitglied: Birgit Jura, Heide Filsinger, Gerd Unger. 60 Jahre Mitgliedschaft, die Ehrenurkunde: Wolfgang Rentsch

 

10. April2022 // Anpaddeln des WSV

Nach 2 Jahren Pause fand endlich wieder ein Anpaddeln des WSV statt. Entsprechend hoch waren die Anmeldezahlen der Teilnehmer. Denn viele freuten sich, endlich mal wieder an so einer Veranstaltung teilnehmen zu können. So trafen sich knapp 40 Paddler am Sonntagmorgen am Bootshaus. Es wurden viele Einerkajaks und zwei Großkandier startklar gemacht. Dank des in den letzten Tagen etwas gestiegenen Rheinpegels konnte die Bootshebeanlage gut genutzt werden. Gerade die schweren Großkanadier wurden so ohne große Mühe runter zum Wasser transportiert.

Gefahren wurde die große Runde mit Start und Ziel am Bootshaus. Die 16 Kilometer weite Strecke wurde von wechselhaftem Wetter begleitet. Kurze Regenschauer taten der guten Laune jedoch keinen Abbruch. Schließlich sind Wassersportler gewohnt auch mal nass zu werden.

Nach ca. drei Stunden kam die muntere Truppe wieder am Bootshaus an. Da die Teilnehmerzahlen inzwischen erfreulicherweise hoch sind, ist es mittlerweile schwer, unterwegs irgendwo zum Essen einzukehren. Daher wurde nach dem Paddeln ein Grillen am Bootshaus eingeplant. Pünktlich beim Anlanden kam die Sonne raus. So konnte an der auf dem Damm gerichteten Tafel Platz genommen werden. In der Sonne und mit etwas wärmerer Kleidung war es dort gut auszuhalten. Die Grills wurden rasch angeworfen, das Grillgut aufgelegt und die mitgebrachten Salate bereitgestellt. So eine Paddeltour macht schließlich hungrig. Nachdem alle gesättigt waren, konnte man bis zum späten Nachmittag die entspannte Atmosphäre mit netten Gesprächen genießen.

Und manch einen erinnerte dieser Tag etwas an die vergangenen Sommerfeste am Bootshaus. Alle hoffen, dass das sehr beliebte Fest nach 2 Jahren Pause Ende Juni endlich wieder stattfinden kann.

 

Ab 05. Februar 2022 // KENTERTRAINING DES WSV BRÜHL

Nach einer Pause im letzten Jahr aufgrund Corona konnte erfreulicherweise in diesem Jahr wieder ein Kentertraining stattfinden. Nach Lockerung der Regeln für Sportvereine fanden im Februar an vier Samstagen Übungsstunden im Brühler Hallenbad statt. Dazu wurden Kajaks verschiedener Größen und Klassen ins Hallenbad transportiert. Kleine, wendige Wildwasserboote und etwas größere sogenannte Kombiboote fanden den Weg ins Schwimmbad. So konnte jedes Mitglied nach Interessen und Körpergröße für sich das passende Boot zum Üben finden.

Für die neuen Schnuppermitglieder, die in den letzten zwei Jahren dem WSV beigetreten sind, war es die erste Möglichkeit, das kontrollierte Aussteigen aus dem Kajak selbst zu erleben. Dieses Angebot wurde auch rege genutzt. Außerdem wurden im warmen Wasser des Hallenbades verschiedene Techniken des sogenannten Stützens erlernt. Dies dient dazu ein in seitliche Schieflage geratenes Boot wieder aufzurichten, um eine Kenterung abzuwenden. Die erfahreneren Paddler waren wieder mit viel Engagement bei der Sache, um jedem Neuling seinen Weg zu mehr Sicherheit auf und im Wasser zu vermitteln.

Je nach Beweglichkeit wurden die Fortschritte schneller oder langsamer erzielt. Aber jede Übungsstunde macht sich letztendlich für die Paddler bezahlt. So waren auch dieses Jahr wieder einige Paddler und Paddlerinnen dabei, die zum ersten mal ohne fremde Hilfe freudestrahlend aus dem Wasser auftauchten und ihre erste Kenterrolle gemeistert hatten. Hat sich die richtige Technik erstmal eingeprägt, ist dies praktisch ohne Krafteinsatz möglich.