Neuigkeiten

31.Oktober // Halloween am Bootshaus

In diesem Jahr fand auf dem Gelände am Bootshaus zum ersten Mal eine vereinsinterne Veranstaltung an Halloween statt. Hierbei sollten vor allem die Familien mit ihren Kindern angesprochen werden, aber auch erwachsene Gruselfreunde des Vereins waren willkommen.

Unter der organisatorischen Leitung von Melanie Kupka und Jugendwart Markus Brand ging es an die Vorbereitungen. Das unter Jüngeren inzwischen auch in Deutschland sehr beliebte Ereignis sollte dazu dienen die Gemeinschaft im Verein weiter zu stärken und den Kindern spielerisch auch Spaß am Paddeln zu vermitteln. Und dies ist Dank der zahlreichen Helfer auch gelungen. Wochenlang wurde an Ideen gearbeitet, wie das Gelände in gruselige Stimmung versetzt werden kann und trotzdem die coronakonformen Abstandregeln eingehalten werden. Die sehr liebevoll gestaltete Dekoration und Beleuchtung auf dem Gelände, sowie ein leckeres Gruselbuffet sorgte für großes Staunen bei den 30 Erwachsenen und 12 Kindern, die mit sehr phantasievollen Verkleidungen erschienen.

Da es sich um einen Wassersportverein handelt, durfte natürlich eine kleine Paddeltour auf dem Altrhein nicht fehlen. Auch hier wurden gruselige Effekte vorbereitet. In beleuchteten Großkanadiern fuhren die Eltern mit ihren Kindern und mehrere Erwachsene in Einerkajaks eine kurze Strecke auf dem Altrhein Richtung Ketsch. Auf dem Weg überraschten u.a. ein Sumpfmonster, ein schwebendes Gespenst, ein Wassergeist auf einem SUP fahrend und weitere schaurige Einlagen. Alle kleinen und großen Paddler hatten sichtlich Spaß an der Aktion.

Aus dem Dunkel zurückgekehrt, wartete ein im künstlichen Nebel verhülltes und beleuchtetes Bootshaus. Der Abend klang so mit guter Stimmung und einer leichten Gänsehaut aus. Das trockene und milde Wetter trug ebenfalls zum Gelingen bei. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es eine Wiederholung im nächsten Jahr geben sollte. An dieser Stelle vielen Dank an alle Helfer, die diesen tollen Abend ermöglicht haben.

 

10. Oktober 2021 //Rekordverdächtiges Abpaddeln

Eine erfolgreiche Paddelsaison ging für den WSV Brühl an einem goldenen Oktobersonntag zu Ende. Gleichzeitig war dies seit Beginn der Pandemie die erste vereinsinterne Fahrt, die nach langer Pause wieder stattfinden konnte. Entsprechend groß war die Vorfreude und auch die Anzahl der Teilnehmer.

Nach einigen Rekorden in den letzten Jahren, wie z.B. der stetige Anstieg der Anzahl von Vereinsmitgliedern oder die Jahreskilometerleistung in der Saison 2019/2020 von über 30.000 km, wurde mit einer Teilnehmerzahl von 47 Paddlern auch bei einem Abpaddeln für 2021 ein neuer Rekord erreicht.

Am Vormittag wurden zahlreiche Einerkajaks, Zweierkajaks und –canadier zu Wasser gelassen. Erfreulich war auch, dass 2 Großcanadier mit jeweils 7 Personen besetzt werden konnten. So machte sich eine bunt gemischte Gruppe von Schnuppermitgliedern bis hin zu sehr erfahrenen Paddlern auf die sogenannte „Große Runde“ auf Rhein und Altrhein, die als Start und Zielpunkt das Bootshaus hat. Es gab während der Fahrt viel Gelegenheit, dass sich Mitglieder, die sich aufgrund der Coronabeschränkungen noch nicht begegnet waren, besser kennenlernen konnten.

Einige Helfer hatten in der Zwischenzeit eine große Tafel auf dem Gelände des Bootshauses gerichtet. So konnten nach der Tour die Gespräche weiter vertieft werden. Sehr gute Stimmung, wärmende Sonne und ein leckeres Essen mit Gegrilltem und Salaten ließen die Zeit schnell vergehen. Es wurden auch schon Pläne für die kommende Saison geschmiedet und wenn es Corona zulässt können sich alle Paddlerinnen und Paddler auf ein vielseitiges Jahresprogramm freuen. Unter anderem ist am 31.10. zum ersten Mal ein Halloween Paddeln geplant, bei dem sich kleine und große Gruselfreunde des WSV auf einige Überraschungen gefasst machen sollten.

 

24. Juli 2021 // Hochwassereinsatz am Bootshaus

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr hieß es „Hochwasseralarm am Bootshaus“. Dank der jahrzehntelangen Erfahrungen mit Hochwasser am Rhein ist die Routine bei den Vorbereitungen und Aufräumarbeiten am Bootshaus vorhanden.

Zunächst ist es wichtig die Vorhersagen der Pegelstände in Maxau und Speyer genau zu beobachten, und abzuwägen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Ist das Wasser erstmal in Brühl angekommen und alles überschwemmt, ist kein Zugang zum Bootshaus mehr möglich, um eventuell noch etwas in Sicherheit zu bringen.

Ab einem vorhergesagten Pegelstand in Speyer in Höhe von 6,80 Metern läuft das Wasser bereits auf den Parkplatz und in die etwas tiefer gelegene Garage – ab 7,30 Metern läuft das Wasser ins Bootshaus. Bei entsprechenden Vorhersagen werden die Mitglieder vom WSV in Alarmbereitschaft versetzt und eine Helfertruppe organisiert, die das Bootshaus hochwasserfest macht.

Das Gebäude ist so konstruiert, dass das Wasser nur geringen Schaden anrichten kann, jedoch muß alles -von den Booten, über den Bootanhänger bis zum Rasenmäher- in Sicherheit gebracht werden. Da die Boote übereinander in Regalen verstaut sind, müssen je nach angesagtem Pegelstand, die unteren und mittleren Regale geräumt werden. Die Kajaks werden in das Obergeschoss gebracht. Die sperrigen Großkanadier werden in den Gängen an Stangen festgemacht, damit diese mit dem steigenden Wasser einfach angehoben werden.

Dann heißt es nur noch abwarten und hoffen, dass das Wasser nicht so hoch steigt, rasch wieder abfließt und nichts beschädigt wird. Dies ist auch beim aktuellen Hochwasser zum Glück der Fall gewesen, obwohl das Wasser mit einem Pegel von 8,23 Metern fast einen Meter im Bootshaus stand.

Ist das Wasser wieder in seinem Flußbett zurück gekehrt, heißt es „sauber machen“ – und das möglichst schnell. Ist der Schlamm im Gebäude und auf dem Vorplatz erstmal getrocknet, ist dieser sehr schwer weg zu bekommen. So war am letzten Samstag eine fleißige Helfertruppe von Mitgliedern für die Aufräumarbeiten vor Ort.

Am Abend konnte das Bootshaus wieder seiner eigentlichen Bestimmung übergeben werden. So ist wenige Tage später kaum mehr etwas vom Geschehenen zu erkennen. Nur der Boden auf Gelände ist noch etwas aufgeweicht. Die Vorstandschaft dankt den zahlreichen Helfern ganz herzlich für den geleisteten Einsatz.

 

08. Dezember 2019 // Nikolauspaddeln

Am zweiten Adventssonntag fand dieses Jahr das in Paddlerkreisen sehr beliebte Nikolauspaddeln des Sportkreises Mannheim statt. Dank des milden Wetters fanden sich rund 100 Paddlerinnen und Paddler aus der Region auf der Kiesbank vor Speyer ein. Die rund 20 Brühler setzen ihre Boote bereits 10 km weiter flußaufwärts in Phillipsburg ein, um in Speyer dann zur Pause anzulanden.

Dort wurde sich unter das bereits anwesende Paddler-Volk gemischt. Viele Bekannte begrüßten die Brühler Paddler, die meisten davon trugen -wie in jedem Jahr- eine Nikolausmütze. Dies wiederum erregte die Aufmerksamkeit der Spaziergänger, die neugierig die Szenerie beobachteten. Nachdem sich alle mit Heißgetränken, die an einer Feuerstelle zubereitet wurden, versorgt hatten, ging es nach einem dreifachen Ahoi in die Boote rheinabwärts. Einige starke Böen sorgten zu Beginn der Fahrt dafür, dass die Paddler sehr konzentriert sein mussten, um eine mögliche Kenterung zu vermeiden. Obwohl alle mit Kälteschutz bekleidet waren, ist es bei diesen Wassertemperaturen heikel ins Wasser zu fallen, da nach kurzer Zeit ein Kälteschock eintreten kann.

Daher ist es auch ratsam in größeren Gruppen unterwegs zu sein, so dass schnell Helfer zur Stelle sind. Da die Böen jedoch nach kurzer Zeit wieder nachließen, konnte die Fahrt entspannter weiter gehen. Zur Mittagspause war ein Stopp beim WSV Brühl geplant. Das Bootshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Küchenteam des WSV leistete wie jedes Jahr gute Arbeit und versorgte die hungrigen Paddler schnell mit leckerem Eintopf, Würstchen und Getränken.

Nach der Stärkung ging es für die meisten weiter zur Endstation nach Mannheim. Die Brühler, schon an ihrem Ziel angekommen, blieben noch etwas länger sitzen.

 

09. November 2019 // Letzter Arbeitseinsatz vor dem Winter

Langsam wird es kalt und wie jedes Jahr wird das Bootshaus auf den Winter vorbereitet.

Fast 40 Helfer sind zum letzten Arbeitseinsatz des Jahres erschienen um sich mit Schraubenschlüssel, Rechen und Schaufel ans Werk zu machen. Das nasse, schwere Laub musste von den Wiesen, Gebäude und vom Parkplatz entfernt werden. Die Schlaglöcher auf der Zufahrt wurden ausgebessert. Und die Tische und Bänke auf dem Vorplatz abmontiert und verstaut.

Die Arbeit war anstrengend, konnte aber aufgrund der regen Beteiligung in überschaubarer Zeit erledigt werden. Das Küchenteam hatte pünktlich seine Vorbereitungen abgeschlossen und servierte, den hungrigen Helfern handgemachte Schaschlik die lange in der eigenen WSV-Soße vor sich hinbrutzelten. Die Stärkung kam sehr gut an und das Bootshaus saß voll, bis auf den letzten Stuhl. Alle mit dem Gefühl, heute gut etwas geschafft zu haben.

Wir bedanken uns bei allen Helfern des Arbeitseinsatzes für Ihr Engagement und wünschen ihnen und ihren Familien eine schöne Vorweihnachtszeit.

 

13. Oktober 2019 // Saisonabschluss auf dem Neckar

Eine erfolgreiche Paddelsaison geht für den WSV Brühl zu Ende. An einem golden Oktobersonntag auf dem Neckar zwischen Neckargemünd und Neckarsteinach. 

Die stetig steigende Anzahl aktiver Paddler und zahllose Paddeltouren auf allen möglichen Gewässern im In- und Ausland sorgen für einen neuen Saisonrekord bei den gepaddelten Gesamtkilometern. Von der Soca, über den Speyerbach bis zur Nordsee wurde wieder alles gepaddelt was die handbreit Wasser unter dem Kiel erlaubte. 
Nachdem in der Vorsaison die 20.000 km Marke geknackt wurde, erpaddelten sich die Bühler in dieser Saison bemerkenswerte 26.776 Flußkilometer. 

Nach so einer grandiosen Leistung, war es auch für alle Paddler in Ordnung das bei der Abschlussfahrt das gesellige Beisammensein im Vordergrund stand und die Paddelstrecke mit 10 km eher kurz ausfiel. 

Das es erstmal Stromaufwärts ging, störte bei dem schönen Ausblick niemanden. Die Sonne glitzerte im Wasser und die Burgruinen am Ufer zogen die Blicke der Paddler auf sich. 

In Neckarsteinach angekommen wurden die Boote sorgfältig am Ufer abgelegt und die Gruppe machten sich auf den Weg in einen schönen Biergarten mit Neckarblick. 

Gute Stimmung, wärmende Sonne und ein leckeres Essen ließen die Zeit schnell vergehen und die Boote warteten etwas länger auf die Paddler. Jung und Alt wasserten vor den vielen Spaziergängern an der Promenade ein und machten sich auf den Weg stromabwärts. 

Da die Sonne nicht locker ließ, klang der Tag vor dem heimischen Bootshaus bei Kaffee und Kuchen aus. Wie immer mit der Frage, welches Gewässer für den kommenden Sonntag auf dem Programm steht. Denn die neue Saison hat gerade begonnen. 

 

25. August 2019 // Freundschaftspaddeln der Vereine

Schützen, Segler und Kanuten gemeinsam auf dem Wasser? Ein interessanter Gedanke, der beim Treffen der IG Vereine am Bühler Bootshaus entstand und in einer Einladung zum Freundschaftspaddeln durch den Wassersportverein mündete. Die Vereine tragen in Brühl einen wichtigen Teil zum gesellschaftlichen Leben bei. Viele Mitbürger sind in den Vereinen aktiv und engagiert. Aber ein Blick über den Tellerrand in völlig andere Gefilde ist eher selten. Ein Austausch innerhalb der Vorstandschaft erweitert den Horizont, der Austausch von Erfahrungen und gegenseitige Unterstützung hilft bei der Vereinsarbeit. Und für die Mitglieder bieten sich Möglichkeiten sich ungezwungen in anderen Sportarten zu versuchen. Also, warum sollen die Schützen und die Segler nicht mal das Paddel in die Hand nehmen und in der Obhut von erfahren Steuermännern den Ketscher Altrhein erkunden?

Reinhard, Baumann, 2. Vorsitzender der SG Brühl und Roland Sawiki, 1. Vorsitzender der Kollerskipper mussten nicht lange werben, um die Mannschaften für die Canadier zusammen zu bekommen. Die überwiegende Zahl aller Teilnehmer der SG Brühl rekrutierte sich übrigens aus dem derzeit noch laufenden Pilotprojekt mit der seit Mai 2019 neu gegründeten Schießsportgruppe " Best Agers" 60+, das fachlich begleitet und unterstützt wird durch den Badischen Schützenverband 1862 e.V. sowie dem Badischen Sportbund Nord e.V.

Den Altrhein aus dieser Perspektive von seiner schönsten Seite zu erleben stieß sofort auf großes Interesse. Das herrliche Spätsommerwetter tat sein übriges, um diese gemeinsame Aktion zu einem Erfolg werden zu lassen.

Auf dem Platz vor dem Bootshaus lag die komplette Flotte der WSV Boote bereit, als die rund 40 Schützen und Segler eintrafen. Roland Schäfer, 1. Vorsitzender des WSV, begrüßte die Gäste und übergab das Kommando an die Steuermänner der Canadier, die die Mannschaften aufteilten und mit Paddel und Schwimmweste ausrüsteten. Gemeinsamen wurden Boote über die Treppe getragen, zu Wasser gelassen und das Einsteigen klappte ohne unfreiwillige Badeeinlagen.

Nach einer kurzen Einweisung in die Paddeltechnik steuerten die Boote, begleitet von vielen WSV Paddlern in Kajaks den Ketscher Altrhein hoch. Ziel war die Holzbrücke in Ketsch. Die Steuermänner hatten alle Hände voll zu tun um die Boote gegen den Strom auf Kurs zu halten, denn so manch ein Paddler vergaß beim Bestaunen der schönen Natur das Paddeln.

Aber Dank der gemeinsamen Anstrengung kam dann doch die Ketscher Brücke in Sicht und nach einer sauberen Kehrtwende ging es sichtlich genussvoller mit der Strömung zurück Richtung Bootshaus. Die Stimmung war bestens und der Eindruck von dieser Naturperle, die wir direkt vor der Haustür haben, bleibend.

Inzwischen waren die Grills angeheizt und die lange, weiße Tafel auf dem Damm vor dem WSV Bootshaus erwartete die Paddler. Kühle Getränke, ein großes Salatbuffet und Leckereien vom Grill waren der Lohn für die Anstrengung. Gut organisiert, blieb die Schlange am Grill kurz, die die Teller füllten sich schnell und alle Teilnehmer genossen das Essen mit der schönsten Aussicht auf den Rhein. Der Austausch war rege und wurde nur unterbrochen vom Schlusswort der drei Vorstände.

Reinhard Baumann betonte dabei die Wichtigkeit eines Austausches und der Verantwortung der Vereine gegenüber der Gesellschaft und Gemeinde, die ihrerseits den Vereinen stets helfend zur Seite steht. Roland Sawiki und Roland Schäfer sprachen Dankesworte an alle Helfer und Teilnehmer für diesen gelungen Tag, der mit einem wunderschönen Sonnenuntergang am Bootshaus endete.

 

19. bis 23. Juni // Wanderfahrt an den Bodensee

Über das lange Fronleichnahmswochenende war es wieder soweit. Im Rahmen der diesjährigen Wanderfahrt stand ein 4-tägiger Besuch beim befreundeten Kanuclub Singen am Bodensee auf dem Programm. Passend zum dortigen Vereinsjubiläum mit Festprogramm und Bootstestival am Bootshaus der Singener.

Diese Konstellation war so verlockend, das sich die Rekordzahl von 30 Brühler Kanuten auf den Weg in den Süden machte. Zelte, Hänger und Busse wurden im Laufe des Anreisetages auf dem Campingplatz des Vereins direkt am Ufer des Bodensees platziert, um die anstehende schöne Zeit mit dem traditionellen gemeinsamen Grillen zu eröffnen. Perfekt organisiert stellte Wanderwart Kurt Weber die Touren der kommenden drei Paddeltage vor.

Eröffnet wurde mit einer Tour entlang des Ufers am Obersee. Steile Felswände, dichter Wald am Ufer und die Abgründe am Teufelstisch im Wasser ließen die Paddler staunend auf und ab blicken. Dass sich das Wetter verschlechterte und Nieselregen einsetzte tat der Stimmung keinen Abbruch. So wurde auch die Mittagspause munter beim Italiener im Freien verbracht während es in die Getränke regnete. Es ist letztendlich alles ein Frage der richtigen Kleidung. Und Paddler sind ja bekanntlich wetterfest.

Tags darauf startete das Highlight der Tour: Die Fahrt bei wunderschöner Landschaft auf dem glasklaren Wasser des Hochrheines, vorbei an Stein am Rhein bis nach Schaffhausen. Die Strömung war etwas flotter als am heimischen Oberrhein und das Paddeln viel leicht. Ab und an zog die Gruppe an Schwimmern vorbei, die sich Rhein abwärts treiben liesen. Nach einer ausgiebige Rast an einem Strandbad kam auch schon bald das Ziel in Sicht. Die Boote wurden auf die am Rande der Strecke geparkten Autos geladen und zurück auf den Zeltplatz gebracht.

Am letzten Tag führte eine Tour auf die Insel Reichenau zu Georgs Fischerhütte und seinen leckeren Gerichten. Die Insel ist vom Ufer des Bodensees aus gut zu sehen, kommt aber beim Paddeln gefühlt nicht näher. Der Durchhaltewillen wurde mit feinstem Fisch belohnt und der Aufbruch nach Hause erfolgte zügig wegen eines angekündigten Gewitters. Das Tempo wurde merklich verschärft, da keiner von den Brühler Rheinpaddlern auf einer großen Wasserfläche von Blitzen überrascht werden wollte. Etwas außer Atem sind alle gut angekommen und das drohende Gewitter hatte es sich doch anders überlegt und war woanders hingezogen.

So konnten die Nachmittags- und Abendstunden ganz dem Vereinsfest auf dem Gelände gewidmet werden. Ein Bootstestival bot den Paddlern die Möglichkeit viele verschiedene Bootstypen auszuprobieren, die im Brühler Verein nicht so häufig anzutreffen sind. Auf und unter Wasser wurde getestet, gerollt und gekentert nach Lust und Laune.

Als die Bands zu spielen begannen, waren alle Paddler wieder trocken und von den angebotenen Speisen gestärkt. Die Musik war gut und schon bald war eine schöne Feier in vollem Gange, die sich bis spät in die Nacht hinzog. So schlief der ein oder andere am Abreisetag doch etwas länger, so dass Abbau und Heimreise etwas später erfolgten.

Durch die tolle Gemeinschaft und gute Stimmung der letzten Tage waren alle, die an den Bodensee mit gefahren waren, froh dabei gewesen zu sein.

 

29. Mai bis 02. Juni // WSV Wildwassertour im AllgÄu

Der Zeltplatz am Grüntensee wurde schon im November reserviert, denn über das lange Wochenende wird es voll im Allgäu. Die 20 Wildwasserpaddler machten sich also auf dem Weg zu den wilderen Gewässern der Alpen.

Mittwoch Morgen in Brühl trocken gestartet, kam der Konvoi bei starkem Regen am Zeltplatz an. Die Wetterbesserung ließ noch länger auf sich warten und das Lager wurde im strömenden Regen aufgebaut. Schließlich war die WSV Fahne gehisst, der Regen ließ nach und drei wunderschöne Paddeltage konnten in Angriff genommen werden.

Für die komplette Gruppe stand am ersten Tag das Einfahren auf der Iller von Oberstdorf nach Sonthofen auf dem Programm. Die Vorbereitungen liefen routiniert ab und gegen Mittag war die Flotte des WSV auf dem Wasser unterwegs. Die Regenfälle der letzten Tage sorgen für eine gute Strömung und änderten den Charakter des Flusslaufes. Das Befahren wurde anspruchsvoller und nach dem die Stufen mit ihren Schwällen bei Oberstdorf  von allen gemeistert wurden, kam es etwas später in einer Kurve mit schwierigen Strömungsverhältnissen zu ersten Kenterungen. Dank der guten "Retten und Bergen" Ausbildung arbeiteten die Paddler Hand in Hand und schon bald waren Paddler und Boote wieder sicher und unversehrt am Ufer und konnten die Fahrt ohne weitere Schwierigkeiten fortsetzen. Deftig ging der Tag dann in einem gemütlichen bayrischen Gasthaus zu Ende. Müde und satt folgte noch die Tourenbesprechung für Tag zwei auf der Wertach, bevor die Paddler in den Zelten verschwanden.

Die Sonne strahlte am nächsten Morgen und ein immer noch gut mit Wasser gefüllter Bach erwartete die Paddler. Der schwierige Einstieg wurde von allen bis auf einen Anfänger gut gemeistert und nachdem dessen Boot gelehrt war, konnte eine herrliche Tour gestartet werden. Die Wertach fließt auf einer Strecke von 13 km durch unberührte Täler und Wälder. Keine Straßen, kein Lärm, nur Natur und Paddler die jeden Moment auf dem glitzernden Wasser genießen. Die Fortgeschrittenen übten mit den Anfängern, die sich hoch motiviert im Kehrwasserfahren und im Überwinden von Schwällen versuchten. An einer idyllisch gelegenen Hängebrücke, die zum Testen einlud, wurde pausiert, und die Fahrt nach einer Dusche unter einem kleinen Wasserfall fortgesetzt. Immer wieder forderten kleinere Schwallstellen und enge Kurven die Aufmerksamkeit der Paddler, bevor an einer hohen Uferkante der Ausstieg in Sicht kam. Auch hier waren die Boote schnell mit Karabiner und Seil hochgezogen und auf die bereitstehenden Autos verladen. Auch auf der Rückfahrt konnten die Paddler noch über die schöne Kulisse mit den immer noch Schneebedeckten Bergen staunen. Beim abendlichen Grillen auf dem Zeltplatz wurde die dritte und letzte Tour auf dem Lech besprochen.

Eine völlig andere Situation mit viel Wasser und starker Strömung - im Paddlerjargon "Wasserwucht" genannt. Hier trennte sich die Gruppe und nur die erfahreneren Paddler stiegen am nächsten Tag in Häßelgehr in Österreich in die Boote. Schon das Wasser unterschied sich stark von den letzten Tagen. Frisch von den Bergen war es milchig und eiskalt. 5 Grad Wassertemperatur machen bei einer Schwimmeinlage auch mit Neopren keinen Spaß. Die Strömung riss an den Booten und die ersten Schwälle mit hohen Wellen kamen auf die Paddler zu. Nach und nach gewöhnten sich alle an die Verhältnisse, genossen das Wellenreiten und steuerten auf die Schlüsselstelle dieser Strecke zu. Eine Stufe, die drei sehr hohe, dicht aufeinander folgende Wellen erzeugt. Hier führt auch kein Weg an der Seite vorbei und ein Paddler nach dem andern stürzte sich in diese Achterbahn. Entsprechend große war die Freude und das Glücksgefühl als alle ohne Kentern diese Stelle durchfahren hatten. Der Rest der Strecke erschien dann nur noch als leichtes Ausfahren. Sicher angekommen gönnte sich die Gruppe noch Kaffee und Kuchen, bevor der letzte gemeinsame Abend entspannt auf dem Zeltplatz verbracht wurde.

Die Gruppe bedankte sich bei den Organisatoren Andreas Körner und Bernd Schneider für die tolle Planung und die gute Führung auf den Flüssen. Nicht ohne Vorfreude auf das nächste Jahr.