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15. Juni 2022 // Vereinsfahrt nach Bamberg

Bei hochsommerlichen Temperaturen zog der WSV Brühl, in der Zeit vom 15.-19. Juni, mit 20 Paddlern Richtung Bayern. Der Faltbootclub Bamberg erwies sich wieder einmal als idealer Ausgangspunkt für zum Teil spektakuläre Kajaktouren.

Tag Eins begann mit der schönen Bamberger Runde. Ein Rundkurs, ab dem FBC – Campingplatz. Da die Strecke relativ kurz ist, wurde ein gemütliches Tempo gefahren. Das änderte sich allerdings, als man zur Bamberger Fischtreppe gelangte.

Die Bamberger Fischtreppe entstand 2012 zur Landesgartenschau und dient zur Renaturierung der Regnitz. Mit einer Länge von 1,2 km und einem Höhenunterschied von 4m, eine Herausforderung für geübte Paddler. Man paddelt über Serpentinen in die jeweiligen Becken, wobei die engen Kurven und die Strömung ein präzises Einfahren verlangen. Am Ende der Strecke wartet eine Sohlschwelle und man befindet sich wieder im Hauptfluss unweit des historischen Rathauses von Bamberg.

Alternativ wurde auch eine ruhigere Strecke, mit umtragen der Boote angeboten. Die Fahrt ging danach durch die Altstadt von Bamberg. Am sehenswerten Rathaus befand sich die anspruchsvolle Slalomstrecke des FBC-Bamberg, die einige Paddler gerne ausprobierten. Die Tour ging im Anschluss an dem sog. „Klein Venedig“ vorbei. Hübsche Häuschen aus dem 17. Jahrhundert, mit liebevollem Blumenschmuck machten Lust zum Schauen und Fotografieren, bevor bald darauf wieder der Campingplatz erreicht wurde.

Der darauffolgende Paddeltag versprach für alle sportlich zu werden. Die WSV Karavane zog an die Wiesent. Der schmale Nebenfluß der Regnitz, durchfließt mit vielen Schwällen, eines der schönsten Täler der Fränkischen Schweiz. Der quirlige Bach darf nur in Fließrichtung gepaddelt werden und auch nur von Mai bis September, in der Zeit von 9-17 Uhr. Auf die Paddler warteten zum Teil schwierige Aus- und Einstiege und es zeigte sich wieder mehr, wie wichtig gute Kameradschaft ist. Dank der gegenseitigen Hilfe ging es flott voran. Auf der Rückfahrt waren alle ziemlich k.o., was auch der Hitze geschuldet war.

Aufgrund des niedrigen Wasserstandes konnte am letzten Tag der Main nicht gepaddelt werden. Alternativ wurden alle Boote nach Hirschaid, im oberfränkischen Landkreis Bamberg, gebracht. Der Einstieg war abenteuerlich, aber machbar. Insgesamt 9 Sohlschwälle warteten auf die Paddler. Nicht ganz einfach, da der Wasserstand gerade noch so zum Drüberfahren ausreichte. Die Paddeltour folgte der Regnitz bis Endstation Campingplatz Bamberg. In Bamberg hatte jeder noch einmal die Gelegenheit auf der Fischtreppe an seiner Kurventechnik zu arbeiten.

Trotz der Temperaturen von bis zu 35° waren alle Paddler begeistert von der Vereinsfahrt. Wurde man doch mit einer herrlichen Landschaft und anspruchsvollen Paddelsport belohnt. Unser neuer Wanderwart, Andreas Krupp, hat seinen Einstand mit Bravour gemeistert. Wir freuen uns einen so engagierten Sportler für dieses Amt gewonnen zu haben. (VF)

 

22. April 2022 // Generalversammlung

1. Vorsitzender Roland Schäfer begrüßte alle Mitgliederinnen und Mitglieder zur Generalversamm-lung, die in der Festhalle Brühl stattfand.

Rückblickend auf das vergangene Jahr sei man gut durch die Pandemie gekommen, auch wenn das Vereinsleben sehr eingeschränkt war. Jetzt heißt es positiv nach vorne zu schauen. So geht die Vorstandschaft fest davon aus, dass das Sommerfest am 25. und 26. Juni stattfinden kann. Erste Vorbereitungen wurden bereits getroffen. Die Einnahmen aus dem Sommerfest könnten gut gebraucht werden für die anstehenden Investitionen in und am Bootshaus. Wie zum Beispiel die Renovierung des Garagenbereiches und den Austausch von in die Jahre gekommenen Elektrogeräten.

Um auch den neuen Schnuppermitgliedern die Möglichkeit zu bieten, verschiedene Bootsmodelle auszuprobieren, wird ein neues, schnelles Zweierkajak angeschafft.

Roland Schäfer lobte, dass die Betreuung von neuen unerfahrenen Schnuppermitgliedern gut funktionieren würde - vom ersten Kennenlernen, der ersten Ausfahrt, bis hin zur Integration der neuen Mitglieder in den Verein. Dies ist nur durch die engagierten und hilfsbereiten Mitglieder des WSV möglich.

Kassiererin Christl Fritz gab Informationen über den Vermögenshaushalt des Vereins. Der Verein steht finanziell auf sehr guten Füßen. Dies ist u.a. auch Zuschüssen sowie Spenden zu verdanken aber auch, weil gut gewirtschaftet wurde.

Wanderwart Andreas Krupp berichtete von den sportlichen Aktivitäten des Vereins. In der Saison 2020/2021 wurden 25.925 km gepaddelt. Aufgrund von Corona konnten nur wenige Fahrten stattfinden. Trotzdem kam der WSV Brühl mit dieser Jahresleistung beim Vereinswettbewerb des Kanuverbandes Baden Württemberg auf den sehr erfolgreichen 2. Platz und konnte sich um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr verbessern.

Kinderschutzbeauftragte Melanie Kupka vertrat Jugendwart Markus Brand, der nicht anwesend sein konnte. In 2021 hatte das Ferienprogramm stattgefunden, das sich immer großer Beliebtheit erfreut. Im letzten Jahr fand zum ersten Mal ein Event zu Halloween statt. Dank vieler Helfer wurde das Bootshausgelände gruslig geschmückt und Statisten auf und am Wasser platziert. So wurden die Kinder und Erwachsenen auf einer Kanufahrt auf dem Altrhein erschreckt. Es ist geplant diese Veranstaltung zu wiederholen. Im Sommer hatte ein Kentertraining am Bootshaus stattgefunden, das auch in diesem Jahr wiederholt werden soll. Vom 9. bis 11.09. soll es erstmals eine Fahrt an den Edersee geben, die vorwiegend für Familien aber auch für interessierte Erwachsene Mitglieder geplant ist. Es wird dort ein Kind- und Jugendgerechtes Programm geben.

Frauenwartin und 2. Vorsitzende Gudrun Gredel berichtete über die geselligen Aktivitäten der Frauen des Vereins, von denen in 2021 nur vier Treffen stattfinden konnten. Auch der Adventskaffee musste leider abgesagt werden.

Hallenwart Kurt Ding zeigte sich erfreut über die große Teilnehmerzahl an den Arbeitseinsätzen. Bei den zwei Terminen in diesem Jahr waren jeweils über 40 Helfer vor Ort. So können die anfallenden Arbeiten immer schnell erledigt werden. Kassenprüfer Bernd Kieser berichtete über die Kassenprüfung von 2021 und bescheinigte Kassiererin Christl Fritz ein übersichtlich geführtes, mustergültiges Kassenbuch, zu welchem es keine Beanstandungen und Fehler gebe.

Die Durchführung der Entlastung der Vorstandschaft erfolgte durch den ehemaligen 1. Vorsitzenden und Ehrenmitglied Heinz Spies. Er trug vor, wieviele Stärken der WSV Brühl hat:

1. Die Finanzen: der Verein steht finanziell sehr gut da. Das aufgrund der guten Kassiererin und den anderen Vorständen. So können Investitionen vorgenommen werden.

2. Der Sport: Der Verein hat in Baden-Württemberg den 2. Platz erreicht. Er ist mit Wanderfahrten, Wildwasser und SUP breit aufgestellt. Es gibt viele Frauen, Männer und auch Jugendliche, die Paddeln.

3. Das gute Klima im Verein: Der Zusammenhalt unter den Mitgliedern ist sehr gut - wie eine große WSV Familie. Die Entlastung erfolgt einstimmig durch die Anwesenden.

Ehrungen: Jahreswertung 2020:

Frauen: 1. Platz: Rosemarie Weber (2.222 km), die meisten Kilometer des Vereins 2. Platz: Gabriele Joly (1.132 km) 3. Platz: Melanie Kupka (745 km)

Männer: 1. Platz: Kurt Weber (2.181 km) 2. Platz: Friedbert Weber (1.459 km) 3. Platz: Kurt Ding (1.151 km)

Sportlerehrungen:

Gold 5: Kurt Weber Gold: Gabriele Joly, Kurt Ding Bronze Ersterwerb: Helmut Oelschläger, Thorsten Blau Bronze Ersterwerb (2019): Jochen Reifenberg Jugendabzeichen in Bronze (2019): Sascha Hawlisch

Ehrungen von Kanu BW für langjähriges, ehrenamtliches Engangement im Verein:

Gudrun Gredel, Christl Fritz

Ehrungen für lange Mitgliedschaft im Verein 2021:

25 Jahre Mitgliedschaft, die Ehrennadel in Silber: Herbert Montag 40 Jahre Mitgliedschaft, die Ehrennadel in Gold: Horst Fröhlich 50 Jahre Mitgliedschaft und Ernennung zum Ehrenmitglied: Birgit Jura, Heide Filsinger, Gerd Unger. 60 Jahre Mitgliedschaft, die Ehrenurkunde: Wolfgang Rentsch

 

10. April2022 // Anpaddeln des WSV

Nach 2 Jahren Pause fand endlich wieder ein Anpaddeln des WSV statt. Entsprechend hoch waren die Anmeldezahlen der Teilnehmer. Denn viele freuten sich, endlich mal wieder an so einer Veranstaltung teilnehmen zu können. So trafen sich knapp 40 Paddler am Sonntagmorgen am Bootshaus. Es wurden viele Einerkajaks und zwei Großkandier startklar gemacht. Dank des in den letzten Tagen etwas gestiegenen Rheinpegels konnte die Bootshebeanlage gut genutzt werden. Gerade die schweren Großkanadier wurden so ohne große Mühe runter zum Wasser transportiert.

Gefahren wurde die große Runde mit Start und Ziel am Bootshaus. Die 16 Kilometer weite Strecke wurde von wechselhaftem Wetter begleitet. Kurze Regenschauer taten der guten Laune jedoch keinen Abbruch. Schließlich sind Wassersportler gewohnt auch mal nass zu werden.

Nach ca. drei Stunden kam die muntere Truppe wieder am Bootshaus an. Da die Teilnehmerzahlen inzwischen erfreulicherweise hoch sind, ist es mittlerweile schwer, unterwegs irgendwo zum Essen einzukehren. Daher wurde nach dem Paddeln ein Grillen am Bootshaus eingeplant. Pünktlich beim Anlanden kam die Sonne raus. So konnte an der auf dem Damm gerichteten Tafel Platz genommen werden. In der Sonne und mit etwas wärmerer Kleidung war es dort gut auszuhalten. Die Grills wurden rasch angeworfen, das Grillgut aufgelegt und die mitgebrachten Salate bereitgestellt. So eine Paddeltour macht schließlich hungrig. Nachdem alle gesättigt waren, konnte man bis zum späten Nachmittag die entspannte Atmosphäre mit netten Gesprächen genießen.

Und manch einen erinnerte dieser Tag etwas an die vergangenen Sommerfeste am Bootshaus. Alle hoffen, dass das sehr beliebte Fest nach 2 Jahren Pause Ende Juni endlich wieder stattfinden kann.

 

Ab 05. Februar 2022 // KENTERTRAINING DES WSV BRÜHL

Nach einer Pause im letzten Jahr aufgrund Corona konnte erfreulicherweise in diesem Jahr wieder ein Kentertraining stattfinden. Nach Lockerung der Regeln für Sportvereine fanden im Februar an vier Samstagen Übungsstunden im Brühler Hallenbad statt. Dazu wurden Kajaks verschiedener Größen und Klassen ins Hallenbad transportiert. Kleine, wendige Wildwasserboote und etwas größere sogenannte Kombiboote fanden den Weg ins Schwimmbad. So konnte jedes Mitglied nach Interessen und Körpergröße für sich das passende Boot zum Üben finden.

Für die neuen Schnuppermitglieder, die in den letzten zwei Jahren dem WSV beigetreten sind, war es die erste Möglichkeit, das kontrollierte Aussteigen aus dem Kajak selbst zu erleben. Dieses Angebot wurde auch rege genutzt. Außerdem wurden im warmen Wasser des Hallenbades verschiedene Techniken des sogenannten Stützens erlernt. Dies dient dazu ein in seitliche Schieflage geratenes Boot wieder aufzurichten, um eine Kenterung abzuwenden. Die erfahreneren Paddler waren wieder mit viel Engagement bei der Sache, um jedem Neuling seinen Weg zu mehr Sicherheit auf und im Wasser zu vermitteln.

Je nach Beweglichkeit wurden die Fortschritte schneller oder langsamer erzielt. Aber jede Übungsstunde macht sich letztendlich für die Paddler bezahlt. So waren auch dieses Jahr wieder einige Paddler und Paddlerinnen dabei, die zum ersten mal ohne fremde Hilfe freudestrahlend aus dem Wasser auftauchten und ihre erste Kenterrolle gemeistert hatten. Hat sich die richtige Technik erstmal eingeprägt, ist dies praktisch ohne Krafteinsatz möglich.

 

31.Oktober 2021 // Halloween am Bootshaus

In diesem Jahr fand auf dem Gelände am Bootshaus zum ersten Mal eine vereinsinterne Veranstaltung an Halloween statt. Hierbei sollten vor allem die Familien mit ihren Kindern angesprochen werden, aber auch erwachsene Gruselfreunde des Vereins waren willkommen.

Unter der organisatorischen Leitung von Melanie Kupka und Jugendwart Markus Brand ging es an die Vorbereitungen. Das unter Jüngeren inzwischen auch in Deutschland sehr beliebte Ereignis sollte dazu dienen die Gemeinschaft im Verein weiter zu stärken und den Kindern spielerisch auch Spaß am Paddeln zu vermitteln. Und dies ist Dank der zahlreichen Helfer auch gelungen. Wochenlang wurde an Ideen gearbeitet, wie das Gelände in gruselige Stimmung versetzt werden kann und trotzdem die coronakonformen Abstandregeln eingehalten werden. Die sehr liebevoll gestaltete Dekoration und Beleuchtung auf dem Gelände, sowie ein leckeres Gruselbuffet sorgte für großes Staunen bei den 30 Erwachsenen und 12 Kindern, die mit sehr phantasievollen Verkleidungen erschienen.

Da es sich um einen Wassersportverein handelt, durfte natürlich eine kleine Paddeltour auf dem Altrhein nicht fehlen. Auch hier wurden gruselige Effekte vorbereitet. In beleuchteten Großkanadiern fuhren die Eltern mit ihren Kindern und mehrere Erwachsene in Einerkajaks eine kurze Strecke auf dem Altrhein Richtung Ketsch. Auf dem Weg überraschten u.a. ein Sumpfmonster, ein schwebendes Gespenst, ein Wassergeist auf einem SUP fahrend und weitere schaurige Einlagen. Alle kleinen und großen Paddler hatten sichtlich Spaß an der Aktion.

Aus dem Dunkel zurückgekehrt, wartete ein im künstlichen Nebel verhülltes und beleuchtetes Bootshaus. Der Abend klang so mit guter Stimmung und einer leichten Gänsehaut aus. Das trockene und milde Wetter trug ebenfalls zum Gelingen bei. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es eine Wiederholung im nächsten Jahr geben sollte. An dieser Stelle vielen Dank an alle Helfer, die diesen tollen Abend ermöglicht haben.

 

10. Oktober 2021 //Rekordverdächtiges Abpaddeln

Eine erfolgreiche Paddelsaison ging für den WSV Brühl an einem goldenen Oktobersonntag zu Ende. Gleichzeitig war dies seit Beginn der Pandemie die erste vereinsinterne Fahrt, die nach langer Pause wieder stattfinden konnte. Entsprechend groß war die Vorfreude und auch die Anzahl der Teilnehmer.

Nach einigen Rekorden in den letzten Jahren, wie z.B. der stetige Anstieg der Anzahl von Vereinsmitgliedern oder die Jahreskilometerleistung in der Saison 2019/2020 von über 30.000 km, wurde mit einer Teilnehmerzahl von 47 Paddlern auch bei einem Abpaddeln für 2021 ein neuer Rekord erreicht.

Am Vormittag wurden zahlreiche Einerkajaks, Zweierkajaks und –canadier zu Wasser gelassen. Erfreulich war auch, dass 2 Großcanadier mit jeweils 7 Personen besetzt werden konnten. So machte sich eine bunt gemischte Gruppe von Schnuppermitgliedern bis hin zu sehr erfahrenen Paddlern auf die sogenannte „Große Runde“ auf Rhein und Altrhein, die als Start und Zielpunkt das Bootshaus hat. Es gab während der Fahrt viel Gelegenheit, dass sich Mitglieder, die sich aufgrund der Coronabeschränkungen noch nicht begegnet waren, besser kennenlernen konnten.

Einige Helfer hatten in der Zwischenzeit eine große Tafel auf dem Gelände des Bootshauses gerichtet. So konnten nach der Tour die Gespräche weiter vertieft werden. Sehr gute Stimmung, wärmende Sonne und ein leckeres Essen mit Gegrilltem und Salaten ließen die Zeit schnell vergehen. Es wurden auch schon Pläne für die kommende Saison geschmiedet und wenn es Corona zulässt können sich alle Paddlerinnen und Paddler auf ein vielseitiges Jahresprogramm freuen. Unter anderem ist am 31.10. zum ersten Mal ein Halloween Paddeln geplant, bei dem sich kleine und große Gruselfreunde des WSV auf einige Überraschungen gefasst machen sollten.